Die Knöllchenpolizei
Kürzlich fragte ich bei einem Ordungsamt an, ob ich eine Reportage über die Beamten des Gemeindevollzugsdienstes machen könnte. Unglücklicherweise verwendete ich statt “Beamte des Gemeindevollzugsdienstes” den Begriff “Knöllchenpolizei”. Vom Chef des Hauses erhielt ich folgendes freundliches Schreiben zurück:
Sehr geehrte Frau Schmitt,
der Ausdruck “Knöllchenpolizei” macht für uns einen überaus befremdlichen und tendenziösen Eindruck, welcher bereits eine bestimmte Art der Berichterstattung erahnen lässt. Eine solch irreführende Bezeichnung hat allerdings mit der Realität des Kommunalen Ordnungsdienstes nicht das Geringste zu tun. Die Kollegen nehmen nahezu eine rein polizeiliche Aufgabe wahr (mit polizeilich ausgebildeten Diensthunden, Verhinderung von Ordnungsstörungen aller Art, Festnahmen von Personen, Waffenkontrollen, u.v.a.m.) und erteilen im Grunde kaum noch Strafzettel. (…)
Nachdem wir bislang aus grundsätzlichen Erwägungen keine Begleitung unseres Kommunalen Ordnungsdienstes zugelassen haben, erachten wir dies im Zusammenhang mit einer geplanten Reportage über eine (nicht existente) “Knöllchenpolizei” ebenfalls nicht für sinnvoll.
Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Nachricht zukommen lassen zu können. Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gleichwohl gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen, XX
Ohne Humor geht’s also auch..


