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Lokaler Bürgerjournalismus

Februar 25th, 2007 · No Comments

Der Übergang vom Stadtblog zum lokalen Bürgerjournalismus ist fließend. Medienwissenschaftler der Universität Trier definieren Bürgerjournalismus als „die Handlung eines Bürgers, der eine aktive Rolle im Prozess des Sam-melns, Berichtens, Analysierens und der Verbreitung von Informationen und Nachrichten übernimmt“ (Net-Wiki zum Thema Bürgerjournalismus). In der lokalen Ausprägung kommt der Ortsbezug noch hinzu. Die Anzahl der Autoren einer Website, die sich bürgerjournalistisch betätigt, ist im Allgemeinen etwas geringer als die eines Stadtblogs. Grund ist vor allem die ausführliche Recherche der Beiträge und die entstehende Reputation, die Bürgerjournalisten mit diesen Websites erlangen wollen und können. Dadurch steigt selbstverständlich die Qualität der Beiträge, die journalistischen Leistungen büßen jedoch nichts an ihrer Unabhängigkeit ein. Klassische Medien und in diesem Bereich tätige Journalisten bemängeln die Professionalität und den Mangel an ausführlichen, genauen und relevanten Quellen.

Ein sehr interessantes Beispiel ist hier die Bürgerzeitung Köln, die von der Stadt initiiert und betrieben wird. Alle Bürger können Artikel schreiben und bewerten. Die Online-Redaktion von koeln.de weist darauf hin, dass „alle Beiträge vor der Veröffentlichung“ gelesen werden. Die Bürgerzeitung ist seit Mitte Januar online und es wurden bereits 170 Artikel von Bürgern verfasst. Das zeigt, dass die Bürger großes Interesse an lokalen Ereignissen haben und gerne bereit sind, sich genauer mit einem Thema zu beschäftigen und selbst etwas beizutragen.

Tags: Bürgercommunity · Bürgerjournalismus · Medien · Stadtblog

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